Schrobenhausener Spargel

Schrobenhausener Spargelmarkt (13K) Schrobenhausener Spargel - seit langem eine bayerische Spezialität, gibt es im großräumigen Feldanbau seit 1913. 
Heute nutzen an die 600 Spargelanbauer die sandigen Böden um Schrobenhausen von der Aichacher Gegend bis in die Hallertau für die Erzeugung des königlichen Gemüses.
Der Tertiärsand mit einem gewissen Schluff- und Lehmanteil bietet die besten Voraussetzungen Spargel von ausgezeichneten Geschmack hervorzubringen.

Er verleiht diesem Spargel den kräftigen etwas nußartigen Geschmack. Daher erfährt der tagesfrisch von Mitte April bis zum 24. Juni (Johannitag) geerntete Spargel aus dem Schrobenhausener Anbaugebiet von vielen Gourmets seine besondere Wertschätzung. Um den Verbrauchern höchste Qualität und Produktsicherheit zu garantieren wurden eigene Qualitäts- und Prüfrichtlinien erlassen.

Nach oben

Schrobenhausener Anbaugebiet

Geographische Lage

Das Schrobenhausener Anbaugebiet, im Städtedreieck - München - Augsburg - Ingolstadt gelegen, stellt über ein Drittel der bayerischen Spargelanbaufläche. Gute Standortvoraussetzungen und die günstige geographische Lage machen es zu dem größten zusammenhängenden Anbaugebiet in Bayern.



große Ansicht (30 K)

Nach oben

Spargelanbau in Schrobenhausen - 
Entwicklung des Spargelanbaues

Im Vergleich zu anderen Spargelanbaugebieten ist das Schrobenhausener Anbaugebiet relativ jung. 

Begründet wurde der Spargelanbau im Schrobenhausener Land durch Christian Schadt im Jahre 1913. Der aus Groß-Gerau (Rheinhessen) stammende Bauernsohn wurde von der Nachbarschaft zunächst wenig beachtet und blieb 10 Jahre alleiniger Spargelanbauer. In den 20-er und 30-er Jahren widmeten sich immer mehr Großbetriebe aus der Umgebung dem Spargelanbau. In den 50-er Jahren setzte er sich auch in den Kleinbetrieben durch.

Heute können mit dem Anbau von Spargel vor allem klein- und mittelbäuerliche Betriebe - auch Nebenerwerbsbetriebe - ein zusätzliches Einkommen erwirtschaften und damit ihre Existenz sichern. 

Bei dem überwiegend klein strukturierten Spargelanbau - von 1,0 - 1,5 ha - ist zunehmend eine Anbauausweitung bei Betrieben bis zu 70 ha Spargelertragsanlagen festzustellen. 

Die gesamte Spargelfläche im Schrobenhausener Anbaugebiet wird derzeit mit zunehmender Tendenz auf über 600 ha geschätzt.

 

Natürliche Produktionsgrundlagen

Im Anbaugebiet sind günstige Standortbedingungen gegeben. Die Flugsandböden mit Übergang zu leichten Tertiärböden verleihen dem Spargel den kräftigen, etwas nussartigen Geschmack.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 7,5° C bei einer langjährigen durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 821 mm. Im Zeitraum der Monate Juni - Juli - August ist eine langjährige durchschnittliche Niederschlagsmenge von 282 mm (166 - 386 mm) zu verzeichnen.

Wir stechen für Sie ! (11K)

Die Höhenlage beträgt 400 m über NN.

Der Saisonbeginn ist aufgrund der Bodenart und klimatischen Bedingungen verspätet im Zeitraum Ende April - Anfangs Mai und mit Verfrühungstechnik (Folien) Anfang April.

 

Produktions- und Kulturtechnik

In den letzten Jahren entstanden immer mehr leistungsfähige Betriebe, die den Spargelanbau nach den modernsten Methoden kultivieren und Spargel aufbereiten.

Um die regionale Herkunft und höchste Qualität sicherzustellen, wurde das Anbaugebiet Schrobenhausen abgegrenzt und Qualitäts- und Prüfrichtlinien für den Gebrauch des Logos Schrobenhausener Spargel eingeführt.

So sollten Sie bei Ihrem Einkauf auf dieses regionale Herkunftszeichen achten, denn es bürgt für Qualität und Frische

Die Spargelerzeugerbetriebe, die dieses Logo führen, verpflichten sich auf freiwilliger Basis, von einer unabhängigen Stelle dem Landeskuratorium für Pflanzliche Erzeugung (LKP) Bayern überprüfen zu lassen.

Ein nicht unerheblicher Teil der Spargelerzeuger setzt freiwillig auf die "kontrollierten integrierten Spargelanbau"R mit einheitlichen, verbindlichen Anbauregeln um somit den sehr hohen Ansprüchen der Verbraucher gerecht zu werden. Zusätzlich nehmen viele Spargelerzeugerbetriebe zur Produktsicherheit an weiteren freiwilligen Qualitätssicherungssystemen wie z. B.  "geprüfte Qualität aus Bayern (GQB)" Global Gap, QS Gap teil.

Für Sie als Verbraucher besteht die Möglichkeit, sich beim Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugung (LKP) - Geschäftstelle in München (margarete.Schloer@lkp.bayern.de) über die Anbaurichtlinien zu informieren

 

Der Schrobenhausener Spargelmarkt

Im Schrobenhausener Anbaugebiet steht die regionale Vermarktung nach dem Grundsatz "von der Region - für die Region" im Vordergrund. Mit ca. 80 % dominiert der Spargelverkauf vom Erzeuger an den Endverbraucher. Der Ab- Hof- Verkauf stellt dabei die bevorzugte Form der Direktvermarktung des Spargels dar. Daneben ist der Verkauf am Straßenrand (B 300) und auf den Wochenmärkten sowie durch Verkaufstände in der Region München Augsburg und Ingolstadt vorzufinden.

Neben dem Direktabsatz kommt dem Verkauf am Münchner Gemüsegroßmarkt die größte Bedeutung zu. Dieser Absatzweg setzt jedoch eine laufende und kontinuierliche Belieferung mit hochwertiger Qualität voraus, die zunehmend durch Vermarktungsorganisationen mit Qualitätskontrolle bedient wird.

Spargelerzeuger

Nach oben