Marktsituation

Marktsituation 2008:


große Ansicht


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Der Spargelmarkt ist gekennzeichnet durch einen zunehmenden Angebotsdruck. Anbietermärkte haben sich zu Käufermärkten gewandelt. Erhebliche Anbauausweitungen in den letzten Jahren, höhere Hektarerträge durch Folieneinsatz und ertragreichere Sorten tragen dazu bei, den Angebotsdruck zu verstärken. So haben sich die Erntemengen in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. 

Das Spargelangebot am deutschen Markt wird ganz klar von einheimischer Ware dominiert. 78 Prozent (siehe Graphik) der gesamten Haushaltskäufe gehen auf deutsche Stangen zurück. Die Importe aus südeuropäischen Mitgliedsstaaten sind in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Am Großmarkt ist nur erstklassige Ware gefragt und auch entsprechend bezahlt.

Angebotsbedingt schwanken die Abgabepreise für Spargel während der Saison. Der Frischspargelverbrauch ist in Deutschland nicht in dem Umfang gestiegen, wie die Erzeugung von Spargel. Nachdem es sich bei Spargel um ein relativ teures Gemüse handelt, ist der Verbrauch sehr stark konjunktur- und einkommensabhängig. Mit einem Anteil von knapp 14 % am gesamten Freilandgemüseanbau ist Spargel die Nummer eins im deutschen Gemüsesortiment.

Dem Qualitätsbewusstsein der Verbraucher ist es zu verdanken, dass in Bayern erzeugter Spargel in den letzten Jahren zu einer weit verbreiteten und für einige Regionen sogar typischen Spezialität entwickelte. Ausschlaggebend dafür ist die steigende Verbrauchernachfrage nach frischen, qualitativ hochwertigen Spargel und die Bereitschaft dafür, mehr Geld auszugeben, als für übrige Ware.
Um zu verhindern, dass die Namen von Erzeugnissen mit Herkunftsbezeichnungen z.B. durch Nachahmungen missbräuchlich verwendet werden, hat die Europäische Kommission die Verordnung EG Nr. 510/2006 (vormals EWG Nr. 2081/92) erlassen. Danach können Agrarerzeugnisse und Lebensmittel mit Herkunftsbezeichnungen durch Eintragung in ein, von der Europäischen Kommission, geführtes Register einen markenähnlichen Schutz erhalten. Schrobenhausener Spargel wird voraussichtlich ab der Saison 2009 diesen Schutz erhalten.
Der bayerische Spargelabsatz erfolgt zu 70 – 80 %, wegen des Vorteils der Frische und der kurzen Transportwege, im Erzeuger/Verbraucher-Direktverkehr. Ca. 20 – 30 % werden über den Groß- und Lebensmitteleinzelhandel u. a. auch Discounter abgesetzt. Durch die verschiedenen Absatz- und Vermarktungswege gestaltet sich die Preisbildung sehr unterschiedlich.

 

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Spargel in Ernährung und Medizin

Wer Wert auf eine gesunde Ernährung legt, hat mit dem Spargel eine ideale Möglichkeit, in besonders wohlschmeckender Form etwas für seine Gesundheit zu tun. Die einheimische Saison dauert von Ende April bis zum 24.Juni. In dieser Zeit gibt es frischen einheimischen Spargel. Frischer Spargel ist prall, glänzt und bricht leicht. Warum bestellen Sie unseren frischen Spargel nicht einfach online ? Spargelpflanze

Fakten:

  • In einem Pfund stecken nur 65 Kalorien; aber viele Ballaststoffe, welche die Verdauung ankurbeln
  • Schon eine Portion (500g) kann den täglichen Bedarf Ihres Körpers an Vitamine C und Folsäure mit über 100% decken, an Vitamin E zu 90, an Vitamin B1 zu 50 und an Vitamin B2 zu 45% decken
  • Zudem besticht er durch seinen Gehalt an Magnesium, Kalium, Calcium und Natrium.
    Nicht zu vergessen die Asparaginsäure, Kaliumsalze und ätherischen Öle, die gemeinsam die Nierentätigkeit fördern und zu einer erhöhten Wasserausscheidung beitragen (extrem günstiges Kalium/Natrium Verhältnis)
  • Da er so gut wie kein Fett und kein Cholesterin enthält stellt er auch bei sämtlichen Blutfettkrankheiten eine ausgezeichnete Diät dar. Sein günstiger Einfluss auf Bluthochdruck ist auf seine stark entwässernden Wirkung zurückzuführen
  • Spargel ist sehr bekömmlich für den empfindlichen Magen und wegen seiner wenigen Kohlehydrate von nur 3% auch der ideale Genuss für Diabetiker

 

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Kulturgeschichtliche Entwicklung des Spargels

Kult und Kultur stand dem Spargel seit eh und je sehr nahe.
So haben sich schon im Altertum Gelehrte, Schriftsteller und Künstler mit dem Thema Spargel auseinander gesetzt.

Griechen und Römer haben ihn gleichermaßen geschätzt. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde Spargel in Deutschland in Fürstenhöfen wieder entdeckt. Bis ins 18. Jahrhundert galt Spargel als Luxusgemüse. Im 19. Jahrhundert begann mit zunehmenden Wohlstand eine ständige Anbauausweitung bis zum heutigen Tag.

Früher als Heilpflanze geschätzt, wird der Spargel heute als Gemüsepflanze kultiviert.
Dass Spargel eine Pflanze mit Tradition ist, zeigt die nachfolgende Spargelchronik im Telegrammstil:

vor 400 v.Chr.: Verwendung des Spargels als Heilpflanze vermutlich in China, Persien und Griechenland
um 400 v.Chr.: Hippokrates erwähnt wilden Spargel als Heilpflanze
um 300 v.Chr.: Theophrast führt erstmals Spargel als Heilpflanze auf
um 160 v.Chr.: Cato verfaßt die erste Spargelanbau-Anleitung
um Christi Geburt: Apicius fertigt das erste schriftliche Spargelrezept
304: Kaiser Diokletian erläßt das erste Spargel-Dekret
362: Orobasius, ein Arzt, verfasst die erste Monographie über Spargel
um 900: Im Benediktinerkloster St. Gallen wird Spargel für die Apotheke gezogen
um 1100: Der Byzantiner Seth erwähnt Spargel
um 1300: Peter de Crescentiis beschreibt Spargel
ab 1484: Ausführliche Behandlung des Spargels in Kräuterbüchern
1565: Erster urkundlich erwähnter Anbau von Spargel in Deutschland im Lustgarten zu Stuttgart
um 1750: Beginn der "Massenproduktion" von Spargel
um 1760: "Entdeckung" des Bleichspargels
1852: Erste Dosenkonservierung des Spargels in Braunschweig
1926: Die "Deutsche Spargelhochzuchtgesellschaft" wird in Osterburg errichtet
1972: Gemeinsame "Spargel-Vorschriften" gelten innerhalb der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
1985: Das "Deutsche Spargelmuseum" wird in Schrobenhausen eröffnet
1991: Eröffnung des Europäischen Spargelmuseums in Schrobenhausen

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