Länge als zentrales Qualitätsmerkmal

Zentrales Qualitätsmerkmal des Schrobenhausener Spargels ist die vorgeschriebenene Höchstlänge. Diese beträgt bei Bleichspargel 22 cm. Grüner Spargel darf maximal 27 cm lang sein. Damit werden insbesondere bei Bleichspargel folgende Ziele erreicht:

  1. Reduzierung von holzigem Spargel,
  2. Reduzierung von Stangenbeschädigungen, die insbesondere im unteren Teil der Stangen auftauchen,
  3. Betonung des geschmacklichen Zusammenspiels von Kopf und Stangenanteil beim Verzehr,
  4. Reduzierung des Anteils hohler Stangen.
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In der Kürze liegt die Würze!

Wenn Sie beim Kauf die Bezeichnung Schrobenhausener Spargel g.g.A. auf dem Etikett lesen, können Sie sich immer sicher sein, dass der Spargel nicht länger als 22 cm ist. Hiermit orientieren wird uns qualitativ gesehen am hohen UNECE-Standard, welcher gleichzusetzen ist, mit dem abgeschafften Handelsklassenschema.

Seit dem 1. Juli 2009 wird die Qualität von Spargel EU-weit nur noch durch eine allgemeine Vermarktungsnorm (Verordnung (EG) Nr. 1580/2007) geregelt. Die bis dahin gültige produktspezifische EG-Vermarktungsnorm für Spargel wurde damit abgelöst.

Seit 2010 muss Spargel entweder nach der „Allgemeinen Vermarktungsnorm“ angeboten werden oder nach der UNECE-Norm angeboten. Letztere entspricht der bisher gängigen Einteilung in Qualitätsstufen oder Klassen. Es ist darauf hinzuweisen, dass durch die neue Verordnung der Spargelverkauf nicht mehr exakt geregelt ist. Somit kann sich jedes Unternehmen und Verkäufer für eine der beiden Angebotsformen entscheiden.

Allgemeine Vermarktungsnorm

Die Allgemeine Vermarktungsnorm garantiert ausschließlich ein Mindestqualitätsniveau und enthält keine Klassenangaben oder Sortiervorschriften.

Verpflichtend ist nur die Gewichts- und Preisangabe, die Angabe des Erzeugers bzw. Abpackers sowie des Ursprungslandes. Darüber hinaus gilt, dass Spargel ganz, gesund, sauber, praktisch frei von Schädlingen und unbeschädigt verkauft werden muss. Allein diese Punkte unterliegen der Kontrolle der Lebensmittelaufsicht.

Konkret bedeutet dies, dass Spargel nicht mehr nach Länge, Dicke oder Farbe sortiert sein muss. Hieraus resultiert, dass ebenso hohle oder krumme Stangen teuer verkauft werden dürfen, da sie nicht gesundheitsgefährdend sind.

Aus unserer Sicht bringt die allgemeine Vermarktungnormen für den Verbraucher eine Reihe von Nachteilen mit sich:

  • Variation in der Spargeldicke: Je dicker der Spargel, desto länger muss er garen. Variiern die Spargelstangen hinsichtlich der Dicke hat man beim Spargel kochen das Problem, dass die dünne Stangen schon weich sind, während dicke Stangen noch nicht gar sind.
  • Länge: Bisher durfte Spargel nur 23 cm lang sein, nun darf Bleichspargel bis zu 27 cm lang sein. Wie oben beschrieben wird er aber am unteren Ende häufig holzig, es entsteht also mehr Abfall den man teuer bezahlt.

Wenn Sie Spargel kochen liegt also in der Kürze die Würze. Der Spargel muss frisch sein und nicht zu lang. Wenn das passt, wird auch ihr Spargelgericht, dass Sie sich zubereiten schmecken. Als Anregung für das selber Kochen empfehlen wir Ihnen unsere Datenbank "Spargel Rezepte". In dieser haben wir für Sie eine Vielzahl von Rezepten Von der klassischen Spargelcremesuppe bis hin zu einer innovativen Frischkäse-Terrine mit grünem Spargel zusammengestellt. Schauen Sie einfach rein und probieren was Neues aus.